Freizeit & ReisenGlacier Express: Berge, Gletscher, Höhenrausch

Glacier Express: Berge, Gletscher, Höhenrausch

Der Glacier Express ist einer der berühmtesten Panoramazüge der Welt. Auf der Route von Zermatt nach St. Moritz erleben die Reisenden acht Stunden lang eine traumhafte Alpenkulisse. In der Reisewelt können Sie eine Reise zum Vorteilspreis buchen.

Text: Hans-Ulrich Köhler

Obwohl er das Wort Express im Namen führt, ist der Glacier ein Bummelzug, eingebremst von vielen Steigungen und engen Kurven. Er fährt von Zermatt über Brig, Andermatt, Disentis und Chur nach St. Moritz und retour. Dabei werden 91 Tunnel und 291 Brücken passiert, weshalb der Zug mit der markanten rot-weißen Lackierung auch gern langsamster Schnellzug der Welt genannt wird.

Rund 280.000 Fahrgäste jährlich lassen sich die Fahrt auf der 1930 eröffneten Strecke nicht entgehen. Der Zug rattert mit der berühmten Schweizer Pünktlichkeit durch die Berge. Nur im Winter wird es eng, wenn am Oberalppass bei Andermatt, mit 2033 Metern der höchste Punkt der Linie, Lawinen die Gleise verschütten und Räumtrupps ausrücken müssen, bevor es weitergeht.

Die Fahrt über das Landwasserviadukt in Graubünden ist spektakulär.

Zu den Höhepunkten zählt die Fahrt über den Landwasserviadukt in Graubünden. Der Bau der drei Hauptpfeiler war 1902 eine architektonische Meisterleistung. Welche weiteren technischen Leistungen der Glacier Express vollbringt, erfahren die Passagiere über einen Audioguide in sechs Sprachen. Es lohnt sich, zuzuhören und zu staunen, etwa wenn erklärt wird, wie sich der Zug im Inneren eines Bergs über spiralförmig ansteigende Tunnel, sogenannte Kehrtunnel, nach oben leiert, beispielsweise auf dem Streckenabschnitt von Chur nach St. Moritz, wo es von 584 Metern auf 1775 Meter Meereshöhe geht. Und wer wüsste schon, dass es ohne die Zahnstangen und Zahnräder zwischen den Schienen an vielen Stellen gar nicht vorangehen würde?

Grandioser Ausblick

Die Glacier-Tour ist auch eine Brückentour. Dutzende Male überspannen gigantische Brücken tiefe Schluchten und enge Täler und klammern sich dabei mit kühnen Konstruktionen an steile Felswände. Die eindrucksvollsten Bauwerke sind die vielen Viadukte, sehr schmal und bis zu 85 Meter hoch.

Acht Stunden lang fühlt man sich im Glacier sehr gut versorgt. Je tiefer man ins Portemonnaie greift, desto besser. Die Fahrt kostet von St. Moritz nach Zermatt pro Person aktuell 230 Euro in der zweiten Klasse und 352 Euro in der ersten Klasse.

Große Fenster, toller Service. In den Panoramawaggons macht Reisen richtig Spaß.

An den Tischen lässt es sich auch gut speisen. Wählen kann man aus einer kleinen, aber feinen Speisekarte, in der oft Schweizer Spezialitäten wie Bündner Fleisch, Gerstensuppe oder Buchweizennudeln stehen. Dazu schmeckt ein Wein aus dem Wallis, während draußen großes Alpenkino läuft.

20 Reisende pro Zug können die neue Excellence Class in einem speziellen Waggon buchen. Da ist alles noch schöner, luxuriöser, und man kann sich an einer Bar die Beine vertreten. Alles sieht hier aus wie in einem noblen Berghotel. Ein Concierge nimmt Gästen auf dem roten Teppich am Einstieg das Gepäck ab. Der Luxus hat seinen Preis: Zum Erste-Klasse-Ticket kommen noch einmal 583 Euro hinzu. Das schließt dann immerhin ein Fünf-Gänge-Menü samt Weinbegleitung ein. Buchen kann man die Tickets unter www.glacierexpress.ch.

Reisen mit Zwischenstopps in vielen Variationen werden zudem als Komplettpaket von diversen Veranstaltern angeboten. Das Schöne an den Fahrten: Der Zugreisende kann immer wieder ausschwärmen, etwa die Altstadt von Chur bestaunen. Vom Rhonetal aus lohnt der Seilbahnabstecher hoch zum Aletschgletscher, dem größten in den Alpen und bestens für Stippvisiten erschlossen. In Interlaken lockt eine Tour zum 3454 Meter hohen Jungfraujoch. Danach lässt sich die Reise im Bewusstsein fortsetzen, Europas höchstgelegenen Bahnhof erreicht zu haben.

Auch andere Strecken erkunden

Gemessen an der Fläche besitzt die Schweiz das dichteste Schienennetz weltweit. So ist es kein Wunder, dass der Glacier Express Teil eines Netzwerks von Panoramastrecken ist. Acht Linien bilden eine Kreuzfahrt auf Schienen, die Touristen als Grand Train Tour of Switzerland angeboten wird. Den Kern bilden Glacier Express, Bernina Express und Golden Pass Express. Die Linien sind kombinierbar, und überall hat man die Option, haltzumachen, etwa in Luzern, Gstaad, Montreux, Adermatt, Chur, Davos und St. Moritz.

Wer auf verschiedenen Bahnstrecken fahren möchte, für den lohnt sich der Swiss Travel Pass. Er gilt gestaffelt für mehrere Tage und schließt die Nutzung des gesamten Bahn-, Schiffs- und Busnetzes ein. Der Pass kostet beispielsweise 264 Euro für drei Tage in der zweiten Klasse. Mit ihm hat man zudem im ganzen Land Eintritt in 470 Museen und 20 Schlösser. Informationen gibt es unter myswitzerland.com/grandtraintour.

Ihr starpac-Reisevorteil

Reisen Sie mit dem Glacier Express zum Vorteilspreis durch die Schweiz.

Lernen Sie die Schweiz auf einer dreitägigen Bahnreise von St. Moritz nach Zermatt und zurück kennen, die Sie über die S-Reisewelt unter diesem Link buchen können. Neben dem Swiss Travel Pass Flex in der zweiten Klasse für unlimitiertes Reisen in der Schweiz sind im Angebot von DER Tours zwei Nächte in Hotels der Mittelklasse oder der gehobenen Mittelklasse inbegriffen, zweimal Frühstück und ein Drei-Gänge-Menü im Glacier Express ohne Getränke.

Die Sitzplatzreservierung für den Zug ist inklusive, ein Upgrade auf die Excellence Class ist zubuchbar. Das Angebot gilt für Reisen im Zeitraum April bis Oktober 2026. Der Preis beträgt ab 938 Euro pro Person bei Eigenanreise. Ausflüge und Transfers sind nicht inklusive.

Mit starpac sichern Sie sich 5 Prozent Rückvergütung auf den Gesamtpreis Ihrer Buchung, beziehungsweise dem Äquivalent in PAYBACK-Punkten. Eine Rückvergütung auf Steuern  und sonstige Gebühren ist ausgenommen. Das Angebot gilt vorbehaltlich Zwischenverkauf, Preisänderung und Druckfehlern. Kein Rechtsanspruch bei ausverkaufter Reise. Stand der Informationen: November 2025.

Fotos: iStockphoto, SBB; Karte: SBB

 

 

 

 

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